Zum Thema:
Hocheffiziente elektrische Maschinen, wie Energiesparmaschinen und hochstdynamische Antriebe, nach dem Luftspulenprinzip

(aus der Internetseite: http://www.sternen-motoren.de/gewinne.htm)


Aus dem Gewinnbeispiel 6:


6. Schlussbetrachtung

Eine elektromagnetische Erregung ist auch bei der Doppel-Scheibenmaschine optimal axial anzubringen, wie es in [1], S.589 zu sehen ist und die Wechselstrommaschine von Siemens und Halske, der ersten sehr erfolgreich und in großer Zahl eingesetzten Luftspulenscheibenmaschine aus dem Jahr 1878 [12], zeigt. Auch eine später über Jahrzehnte erfolgreich eingesetzte französische Dynamomaschine mit Luftspaltwicklung von Desroziers [13] verwendete diese Technik.

Wie das Gewinnbeispiel 4 (Bild 3 und 4) [14] zeigt, spart die Ausführung der Doppel-Scheibenmaschinen allein durch die bessere Kupfernutzung und den raumsparenden Aufbau 50% Maschinenvolumen, gegenüber einer herkömmlichen permanenterregten Trommelmaschine gleichen Durchmessers. Diese axiale Volumeneinsparung kann für die erhöhte elektromagnetische Erregung (aufgrund des verlängerten Luftspaltes bei Luftspulenmaschinen) genutzt werden.

Darüber hinaus kann die elektromagnetische Erregung auch hochwirksam mit einer gefalteten Erregerspule z.B. als Innenpolerregung (siehe am Beispiel der Linearmaschine [15]) ausgelegt werden, welches den Vorteil der fast 100% Kupfernutzung, sowohl in der Erregerspule als auch in der Ankerspule, der Maschine bringt. Die Energiezufuhr für die Innenpole würde dann beispielsweise durch eine Hohlwelle oder -achse erfolgen.

Auch die Anwendung einer gemischten elektro- und permanentmagnetischen Erregung wäre vorteilhaft. So kann man einerseits ein relativ kleines Maschinenvolumen erreichen und gleichzeitig die Kosten für Magneten beschränken.

Da sich bezüglich der Bedeutung der Anschaffungskosten und des Wirkungsgrades von elektrischen Maschinen im Moment ein Bewusstseinswandel bei den Maschinenanwendern vollzieht (Fachaufsatz 1, Einführung, [16]), ist eine permanenterregte Lösung zu bevorzugen.

Durch die Vergleichsberechnungen und die angegeben Möglichkeiten der weiteren Optimierung, ist bewiesen, dass Luftspulenmaschinen hoher Leistung auch auf engstem Raum Platz finden, so dass sie bei gleicher Leistung kleiner ausgelegt werden können als herkömmliche Eisenmaschinen und dabei naturgemäßer weise leichter sind und höchste Wirkungsgrade aufweisen.

Auch aufgrund weiterer Forschungsergebnisse [10] und [11] ist anzunehmen, dass Luftspulenmaschinen nach dem Luftspulenprinzip, in der Ausführung mit permanenterregter und auch mit elektromagnetischer Erregung, kleiner sind als Eisenmaschinen gleicher Leistung und dabei wesentlich bessere Maschineneigenschaften haben.

Der Nachweis der kleinen Baugröße wurde anhand einer Drehstromwicklung mit der geringen Spulenzahl von 12 Spulen als Synchronmaschine geführt. Darüber hinaus gilt das Ergebnis auch für Asynchronmaschinen, die nach dem Luftspulenprinzip aufgebaut sind [17] und vielfältige Ausführungsformen haben.

Eine Variante einer Asynchronmaschine ist eine Doppel-Scheibenmaschine, bei der die Primärwicklung eine Luftspule ist, die um die mittlere Scheibe herumgefaltet ist. Die Mittlere Scheibe trägt (beherbergt) die Kurzschlusswicklung in Form einer gefalteten Spule (ähnlich der Primärwicklung). Die Kurzschlusswicklung ist entweder im Eisenblechpaket eingelassen oder wird nur von diesem getragen, so dass sie selbst eine Luftspule ist. Die äußeren Scheiben der Maschine sind entweder ebenfalls Kurzschlussläufer wie die mittlere Scheibe oder sie sind Reluktanzläufer. Eine andere vorteilhafte Variante ist, dass sie Permanentmagneten tragen. Durch die Permanentmagneten wird ein Teil des Primärfeldes verlustlos zur Verfügung gestellt. Dies erhöht die Effizienz der Maschine erheblich.

Nicht alle Varianten der Asynchronmaschinen, so wie die beschriebene, sind derzeit auf der Internetseite (Asynchronmaschinen [17]) ersichtlich. Bitte nehmen Sie zu mir Kontakt auf, ich informiere Sie gerne.

Literatur:

[1] Thompson Silvanus P., Dynamoelektrische Maschinen Bd.II, S. Verlag Wilhelm Knapp 1901, S.586-587, S.588-589, S.590-591 (S.586-591 im Pdf-Format zum Ausdrucken)

[2] Bobzin Jörg, Methode der Vergleichsberechnung,
(http://www.sternen-motoren.de/methode.htm)

[3] Bobzin Jörg, Fachaufsatz 2, S.4 (http://www.sternen-motoren.de/PDFs/Fach2.pdf)

[4] Chr. Leymann, Abschlußbericht zum Forschungsvorhaben WE 274/75, eisenloser Gleichstrom-Scheibenläufermotor mit Permanentmagneterregung, Technische Universität Braunschweig 1985

[5] Kapp Gisbert, Dynamomaschinen für Wechsel- und Gleichstrom, Springer-Verlag, Oldenbourg-Verlag, 1899, S.603-603, S.604-605, S.606, (S.603-606 im Pdf-Format zum Ausdrucken)

[6] Bobzin Jörg, Gewinnbeispiel 4, Punkt 1. und 2.,
(http://www.sternen-motoren.de/gewinne.htm)

[7] Bobzin Jörg, Gewinnbeispiel 4, Bild 5 bis 7,
(http://www.sternen-motoren.de/gewinne.htm)

[8] Bobzin Jörg, Fachaufsatz 1, S.14,15, (http://www.sternen-motoren.de/PDFs/Fach1.pdf)

[9] Bobzin Jörg, Konstruktionsformen der Doppel-Scheibenmaschine, Fig.3-8, 18,19
(http://www.sternen-motoren.de/dop_sche.htm)

[10] Bobzin Jörg, kurz dargestellt im Angebot 3, S. 2 bis 3,
(http://www.sternen-motoren.de/PDFs/Ang3.pdf)

[11] Bobzin Jörg, vertiefend dargestellt im Fachaufsatz 3, S.11 bis 14
(http://www.sternen-motoren.de/PDFs/Fach3.pdf)

[12] Bobzin Jörg, Fachaufsatz 3, Bild 12, (http://www.sternen-motoren.de/fachaufs.htm)

[13] Thompson Silvanus P., Dynamoelektrische Maschinen Bd.II, S. Verlag Wilhelm Knapp 1901, S. 452

[14] Bobzin Jörg, Gewinnbeispiel 4, Bild 3 und 4, (http://www.sternen-motoren.de/gewinne.htm)

[15] Bobzin Jörg, Patentanmeldung 1, Fig.36, (http://www.sternen-motoren.de/patent.htm)

[16] Bobzin Jörg, Fachaufsatz 1, Einführung, (http://www.sternen-motoren.de/fachaufs.htm)

[17] Bobzin Jörg, Asynchronmaschinen, (http://www.sternen-motoren.de/asynch.htm)


Autor:

Dipl.-Ing. Jörg Bobzin ist Forscher und Entwickler von hocheffizienten elektrischen Maschinen und ganzheitlicher Wissenschaft und Technik