 |
4. Deutsche Patentanmeldung: DE 102 08 564 A1
Luftspule für rotierende elektrische Maschinen und deren Herstellungverfahren

4.
Deutsche Patentanmeldung:
DE 102 08 564 A1
Titel: Luftspule für rotierende elektrische Maschinen
und deren Herstellungverfahren
(Anmeldung am 27.02.02)
Die Erfindung betrifft Luftspulen, für rotierende elektrische Maschinen,
deren Spulenseiten sich mindestens einseitig der Achse oder Welle nähern.
Sie sind vor allem aus Maschinen mit einem Axialfeld in einem ebenen Luftspalt
bekannt und sie werden als Scheibenmaschinen u.a. im Bereich der Stellantriebe
für Servoeinrichtungen als mechanisch oder elektronisch kommutierte
Gleichstrommotoren und auch seit Kurzem für Generatoren z.B. für
kleine Windkraftanlagen eingesetzt. Die Luftspulen verlaufen über
beide Pole und haben mehrere Windungen, wobei sie auch Teile einer Wellenwicklung
sein können.
Luftspulen, die für Axialfeldbereiche ausgeführt sind, haben
z.B. eine Kreissegmentform, eine Kreisform, eine ovale Form oder die Form
eines Abschnittes dieser Formen. Sie liegen nebeneinander oder axial verdreht,
sich gegenseitig teilweise überlappend, zueinander über einen
Kreisumfang verteilt, und sind so Teil einer scheibenförmigen, ein
oder mehrschichtigen oder treppenförmigen Wicklung. Sie werden als
geschlossene oder offene Spulen und in meander- oder wellenförmigen
Wicklungen mit Einfach- oder Mehrfachwindungen verwendet. Die Spulen werden
entweder aus Leiterdraht hergestellt, der über einen Wickeldorn zu
einer Spule mit Mehrfachwindungen aufgewickelt wird, wobei der Draht entweder
direkt auf einen separaten Wickelkörper gewickelt oder mit Draht
gewickelt und anschließend vergossen oder unter Verwendung von Backdraht
zu einer selbsttragenden Spule verbacken wird, oder die Spulen werden
als Flachspulen durch Ausstanzen oder Ätzen oder Ausfräsen hergestellt,
wobei der Leiter entweder schneckenförmig (spiralförmig) als
Einzelspule beispielsweise in Kreissegmentform oder in Abschnitten einer
Kreissegmentform oder in einer kreisförmigen Aneinanderreihung von
Kreissegmentformen als meander- oder wellenförmige Wicklung ausgeführt
werden.
Definition Spulenseite: Eine Spulenseite ist der wirksame Leiter einer
Spule, der im Polflächenbereich einer Polart verläuft, der schräge
zur Bewegungsrichtung verlaufen kann, und der so eine wirksame Länge
bzw. Leiterkomponente und eine unwirksame Länge bzw. Leiterkomponente
enthalten kann.
Aus DE 3231966 A1 ist eine Flachspule bekannt, die segmentförmig
in Spiralform oder die Teil von mehreren offenen segmentförmig verlaufenden
Spulen einer meanderförmigen Wicklung, auf einer Leiterplatte verläuft.
Bei diesen Spulen verlaufen die Spulenseiten zwar, den von
M. Faraday erforschten Idealbedingungen entsprechend, rechtwinklig zur
Bewegungsrichtung, wobei aber die Leiter, die die Spulenseiten verbinden,
außerhalb der Polflächen angebracht sind und keinen Beitrag
zur Energieumwandlung bringen. Zudem verlaufen diese Leiter außerhalb
des Feldes schräg zur oder in Bewegungsrichtung, so daß selbst,
wenn hier die Polfläche erweitert werden würde, die Leiter nicht
den Idealbedingungen entsprechend liegen und damit keine optimale Leiter-
und Polflächennutzung haben. Daraus resultieren Effektivitätseinbußen,
bezüglich der Maximierung der Drehmomente oder Spannungen, sowie
der Leistung. Auch werden bei der Maschine die verkürzende Wirkung
der Achsannäherung, der die Spulenseiten verbindenden Leiter, nicht
voll ausgenutzt, so daß die verbindenden Leiter im achsnahen Bereich,
mit ihrem großen Abstand zur Achse oder Welle relativ lang sind
und damit die Kupferverluste innerhalb einer Spule groß sind.
Aus DE 3217283 C2 sind eisenlose Einzelspulen für eine scheibenförmige
Gleichstrom-kollektormaschine bekannt, die kreissegmentförmig oder
rund in einer Ebene ausgeführt sind, wobei ein Teil der Leiter außerhalb
des Feldes angebracht sind und die Spulenseiten nicht ideal, den Idealbedingungen
entsprechend, zur Bewegungsrichtung liegen. Außerdem sind die Spulen
als Einzelspulen stramm gewickelt mit großem Kupferfüllfaktor,
was zum Nachteil hat, daß die Spulenseiten nicht die volle radiale
Länge, die die Maschinen und Polfläche zuläßt, nutzen,
bevor sie mit in Bewegungsrichtung verlaufenden, die Spulenseiten verbindenden
Leitern, verbunden sind oder in eine andere Spulenseite übergehen,
die auf einem anderen Radius liegt und unter dem entgegengesetzten Pol
verläuft. So wird nicht die maximale Polfläche genutzt und auch
nicht das maximale Drehmoment, die maximale Spannung und Leistung erreicht.
Aus PCT WO 00/30238 sind Luftspulen bekannt, die im Schnitt quer zur
Bewegungsrichtung gebogen oder gefaltet sind und sich dabei der Achse
oder Welle ein- oder beidseitig mit dem jeweiligen Wickelkopf nähern.
Dies sind zwar hochwirksame Spulen, da bei ihnen der Wickelkopf im Umfangsbereich
entfällt, aber im achsnahen Bereich der Spulenwindungen ist die Effizienz
noch zu verbessern. Wird die Breite der Spulenbündel in Bewegungsrichtung
groß gewählt, ist keine Achsnähe zu erreichen, ähnlich
wie bei der Maschine in dem zuvor beschriebenen Patent. Die Maschinenflächennutzung
in Achsnähe bleibt so auch hier begrenzt.
Luftspulen, die sich einseitig der Achse oder Welle nähern, verlaufen
im axialen Schnitt in einem rechtwinklig oder gebogenen oder schräg
zur Achse liegenden Luftspalt oder Luftspaltbereich. Alle Betrachtungen
der Luftspulen eines rechtwinklig zur Achse liegenden Luftspaltes also
eines Axialfeldbereiches im ebenen Luftspalt, können auf solche schräg
oder bogenförmig verlaufenden Spulen, mit ein oder beidseitiger Achsannäherung,
im nicht ebenen Luftspalt übertragen werden.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zu Grunde, daß sich in jüngster
Zeit die Einsatzgebiete der Luftspulenmaschinen aufgrund ihrer guten Eigenschaften,
die die Anforderungen an moderne elektrische Maschinen in einem hohen
Maße erfüllen, immer mehr ausweiten. Die Effizienz der eingesetzten
elektrischen Maschinen wird immer wichtiger. Es werden Antriebe mit hoher
Leistung, geringem Durchmesser, mit hoher Dynamik, geringem Gewicht, großem
Leistungsgewicht und Leistungsvolumen, sowie hohem Wirkungsgrad verlangt.
Im Bereich der Generatoren hat der Durchmesser, das Leistungsvolumen,
das Anlaufverhalten und der Wirkungsgrad eine immer größere
Bedeutung.
Ein Problem dieser bekannten scheibenförmigen Luftspulenmaschinen
und Luftspulenmaschinen mit ein- oder beidseitiger Achsannäherung
besteht, allerdings darin, daß die Leistung, das Drehmoment und
die Spannung nicht beliebig erhöht werden können, weil dies
zu unpraktischen Maschinendurchmessern und Fliehkraftproblemen führt.
Deshalb müssen andere Wege gefunden werden eine Steigerung diesbezüglich
für diese Maschinen zu erreichen.
Außerdem ergaben neuere Untersuchungen, daß die Anschaffungskosten
nur wenige Prozent der Betriebskosten einer elektrischen Maschine ausmachen
und 70% des industriellen Stromverbrauches durch elektrische Antriebe
entstehen. Dadurch hat ein hoher Wirkungsgrad der Maschinen eine große
betriebswirtschaftliche, volkswirtschaftliche und umwelterhaltende Bedeutung.
Die Anschaffungs- und Konstruktionskosten der Antriebe spielen in Zukunft
kaum mehr eine Rolle, so daß nun auch aufwendigere Konstruktionen
und Herstellungsverfahren möglich sind, wenn sie zu energiesparenden
Maschinen führen. Hohe Wirkungsgrade werden erreicht durch optimale
Energieumsetzung, was eine effiziente Nutzung der eingesetzten Maschinenmittel
voraussetzt.
Um allen diesen Anforderungen gerecht zu werden, muß die zur Verfügung
stehende Maschinen- und Polfläche und das eingesetzte Leitermaterial
optimal genutzt werden.
Dies geschieht bei den bekannten segmentförmigen Spulen oder Spulenabschnitten,
die in Luftspaltbereichen oder Luftspalten verlaufen, die sich ein- oder
beidseitig der Achse nähern, nur unzureichend. Oft werden sogar nur,
wie bei Scheibenläufern, die im mittleren radialen Bereich liegenden
Abschnitte der Kreissegmentflächen der Maschinen genutzt.
Die Spulen werden aus Leitern, die dicht nebeneinander liegen und/oder
zu Bündeln aufgewickelt, ausgeführt. Dabei wird nicht die maximal
mögliche Maschinenfläche genutzt und nicht möglichst viel
Leiter innerhalb jeder Spule wirksam ins Feld maximalen Ausmaßes
gelegt. Insbesondere im Umfangsbereich und/oder im achsnahen Bereich der
Maschine, je nach Ausführung, wird Maschinenfläche, die mit
magnetischen Polen und wirksamen Leitern gefüllt sein könnte,
verschenkt. Auch in den Ecken der jeweiligen Leiterlage der kreissegmentförmigen
Maschinenflächenabschnitte geht wertvolle Maschinenfläche ungenutzt
verloren, sowie wertvolle, mögliche hocheffektive Leiterlänge.
Beim gängigen Verfahren zur Wicklung von Spulen, mit Hilfe eines
Wickeldornes, wird der Draht um einen kantigen Wickelkörper, in der
Regel für kreissegmentförmige Spulen mit dreieckigem Querschnitt,
der die Spulenform vorgibt, gewickelt. Bei diesem Verfahren schleift sich
die Form der Spule ab, je mehr Leiterlagen übereinanderliegen, was
sich beim Zusammensetzen in eine kreisförmige Scheibenwicklung zusätzlich
nachteilig in der mangelhaften Maschinenflächenausnutzung im achsnahen
Bereich und im Umfangsbereich der Segmentform bemerkbar macht. Die Form
der gezeichneten Spule 1 in Bild 1 ist hier ein nicht praktisch umzusetzender
Idealfall. Bei einer realen Spule sind die Bögen in den Ecken immer
ganz stramm ausgeführt, weil die Lagen beim Wickelvorgang hier erhöhtem
Druck ausgesetzt sind und im restlichen Bereich die Leiter relativ entspannt
nebeneinander liegen. So sind die Verhältnisse einer herkömmlichen
Spule noch schlechter als hier dargestellt. Für im Schnitt quer zur
Bewegungsrichtung gefaltete Spulen besteht das Problem in ähnlicher
Weise.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Möglichkeit und Spulenformen
zu finden, die die Maschinenfläche und die darin enthaltene maximal
mögliche magnetische Polfläche, bezogen auf die Leistungs-,
Spannungs-, Drehmoment, Wirkungsgradmaximierung und der Maximierung der
Kupfernutzung innerhalb jeder Spule, optimal nutzt und die beschriebenen
Grenzen der Maschineneigenschaften ausweitet und die genannten Nachteile
beseitigt.
Die Lösung der Aufgabe besteht darin, daß die Leiter so gelegt
oder gewickelt werden, daß sie die kreissegmentförmigen Teile
der Maschinenfläche, in denen die segmentförmigen Spulen oder
Spulenabschnitte liegen, aber von ihnen nur teilweise ausgenutzt werden,
im Sinne der Faraday'schen Idealbedingungen, die sich aus der Faraday'schen
Anschauung und seiner exakten Beschreibung ergeben und die mathematisch
ausgedrückt in der Rechtwinkligkeit der Vektoren B,
l,v zueinander bestehen und sich in der Maximierung der
Induktion der Ruhe (Motorbedingung)

und der Induktion der Bewegung (Generatorbedingung)

für die Relativbewegung
von freien Leitern gegenüber einem sie durchdringenden Magnetfeld
ausdrücken, voll ausgenutzt werden und damit eine sich lohnende Maximierung
der Polflächen ermöglichen.
Die Faraday'schen Anschauungen werden nicht in ihrer Gesamtheit gesehen,
so dass sich die daraus ergebenen Idealbedingungen nicht, unter diesem
Namen mit dieser Bewertung, bekannt sind und deshalb hier als solche definiert
sind, und es bis jetzt nicht Ziel war sie in ihrer Gesamtheit umzusetzen.
Mathematisch gesehen ist die dargestellte Ausdrucksform des Induktionsgesetzes
zwar bekannt, aber sie findet in ihrer Gesamtheit keine Beachtung in der
Maschinenentwicklung, weil sich die Wissenschaft und Maschinenentwicklung
auf andere Ausdrucksformen des Induktionsgesetzes, die die Funktion von
Eisenmaschinen (mit Spulen mit Eisenkern) erklären und durch die
sich deren Anwender vor allem auf die Maximierung der Flußänderung
d
pro Zeit dt innerhalb einer Spulenfläche A sowie auf die Verkürzung
des Luftspaltes und einer Maschinenverstärkung durch Einsatz von
Eisen konzentrieren.
Ein hilfreiches Maß, um den Grad der Umsetzung der Idealbedingungen
die M. Faraday erforschte zu messen, ist der Spulenausnutzungsgrad x Sp
, der hier folgendermaßen definiert wird:
x
Sp = lw
/ l
Der Spulenausnutzungsgrades x
Sp ist das Verhältnis, der wirksamen Länge
lw gegenüber
der Gesamtleiterlänge l
einer Spulenwindung der Spule.
Er besagt, wie viel Leiter innerhalb der Spule ideal, den Idealbedingungen
entsprechend, bezogen auf den Gesamtleiter der Spule, im Feld liegt.
Eine verbesserte Umsetzung der Faraday'schen Idealbedingungen innerhalb
einer Spule und damit ein erhöhter Spulenausnutzungsgrad und eine
effizientere Maschinenflächennutzung wird erreicht, indem die Spulenseiten
der äußeren axialen Wicklungslage(n) die reale oder radial
projizierte Kreissegmentform der Maschinenfläche einer Spulenweite
voll ausnutzen. So verlaufen sie entweder bis nahe der Umfangs- und der
Achsgrenze im wesentlichen radial, bis sie abknicken und um einen sehr
kleinen Radius verlaufend, ihre Richtung wechseln, und dabei in Leiter,
die im wesentlichen in Bewegungsrichtung verlaufen oder eine andere Spulenseite
sind, übergehen, oder die Spulenseiten verlaufen im wesentlichen
radial oder radial projiziert von einem axialen Bereich zum Umfangsbereich
und darüber hinaus vorzugsweise zum zweiten axialen Bereich und sie
in jedem axialen Bereich entsprechend abknicken und um einen sehr kleinen
Radius verlaufend, ihre Richtung wechseln, und dabei in Leiter, die im
wesentlichen in Bewegungsrichtung verlaufen oder die eine andere Spulenseite
sind, übergehen. Die innenliegenden Spulenwindungen oder axialen
Spulenlagen, als Einzelleiter oder als Leiterbündel der Spule, werden
im Bereich der Spulenseiten vorzugsweise parallel zu den äußeren
Spulenseiten nach innen versetzt ausgeführt und folgen diesem, im
wesentlichen radialen, Verlauf, so weit, wie die sie umgebende axiale
Spulenlage dies zuläßt, um dann ebenfalls in gleicher Weise
abzuknicken, oder um einen sehr kleinen Radius zu verlaufen und dabei
in die, die Spulenseiten verbindenden, Leiter oder direkt in eine andere
Spulenseite überzugehen.
Bei einer Ausgestaltung mit gestanzten, gefrästen oder geätzten
Flachspulen und/oder Flachwicklungen wird dies erreicht, indem die Einzelleiter
schneckenförmig (spiralförmig) den Kreissegmentbereich der maximal
möglichen Maschinen- oder Polfläche ausfüllen und dabei
jeder Leiter einzeln, so weit die Maschinenfläche und benachbarte
Leiter das zulassen, radial verläuft, bevor er an den, so vorgegebenen
Grenzen, im umfangsnahen Bereich und im achsnahen Bereich, seine Richtung
wechselt, im umfangsnahen Bereich in Bewegungsrichtung verläuft und
im achsnahen Bereich entweder scharfeckig die Richtung auf einen anderen,
achsverdrehten Radius wechselt oder auf eine Parallelversetzung zu diesem,
oder in dem er hier seine Richtung wechselt oder abknickt und in einen
kurzen, die Spulenseiten verbindenden Leiter übergeht, um dann wieder
abzuknicken und in eine andere Spulenseite übergeht, die unter dem
anderen Pol im wesentlichen auf einem anderen Radius oder bei geringfügiger
Abweichung davon, vorzugsweise dazu parallel versetzt, verläuft.
Bei einer gestanzten oder geätzten Spule kann die Flächennutzung
in den Eckbereichen der Segmentform, innerhalb der Spule, vorteilhafterweise,
für jeden Windung einzeln, optimal angepaßt werden.
Bei einer anderen Ausgestaltung, mit von Draht gewickelten Spulen, sind
die Spulen im Prinzip in gleicher Weise aufgebaut, vorzugsweise mit dem
Unterschied, daß nicht jeder einzelne Leiter soweit wie möglich
in den Kreissegmentecken verläuft, sondern ein ganzes Leitungsbündel,
genau gesagt, mehrere axiale Windungslagen. So entstehen zwischen den
einzelnen axialen Lagen solcher Leiterbündel in den Segmentecken
der Spulenlage Freiräume, die auch notwendig sind, um Wickelpfosten
oder Stifte aufzunehmen und den Wickelvorgang in dieser Weise zu ermöglichen,
ohne Maschinenflächenverluste zwischen den im wesentlichen radial,
verlaufenden axialen Wicklungslagen in Kauf nehmen zu müssen. Anders
gesagt, wird bei gewickelten Spulen die optimale Nutzung erreicht, indem
die Leiter um Pfosten, Stifte, Wickelpilze oder ähnliches gewickelt
werden, die in kurzen Abständen in den Eckbereichen der jeweiligen
Spulenlage stehen. Damit die Anzahl der Pfosten nicht zu groß wird
und sie auch einen ausreichend stabilen Durchmesser haben müssen,
ist es zu bevorzugen nur nach mehreren axialen Wicklungslagen Pfosten
in den Ecken zu plazieren, um die die Leiter gewickelt werden. Ein Wickelverfahren
um Pfosten ist grundsätzlich bekannt, und wird hier in besonderer
Weise eingesetzt. Neben der besseren Flächen-, Magnetpol- und Kupfernutzung
wird hier das beschriebene Abschleifen der Spulenform vermieden, weil
die Spule nur nach wenigen axialen Lagen um neue Stifte gewickelt wird,
die den Verlauf der Leiter erneut ideal ausrichten.
Für viele Anwendungen, sowie für den Generatorbetrieb ist es
vorteilhaft die Spulen auch in ihrem Flächenzentrumsbereich mit Leitern
auszufüllen, was bei allen Ausgestaltungen leicht durchgeführt
werden kann.
In weiteren Ausgestaltungen mit Spulen mit beidseitiger Achsannäherung
verlaufen die Spulenseiten im gesamten Umfangsbereich im wesentlichen
radial, wobei die Spulenseiten entsprechend der beiden zuvor beschriebenen
Ausgestaltungen im achsnahen Bereich dementsprechend verlaufen. Wicklungen
mit beidseitiger Achsannäherung bieten durch die ideale Spulenausnutzung
im Umfangsbereich schon einen sehr guten Spulenausnutzungsgrad. Die Verbesserung
liegt hier einerseits in der besseren Maschinenflächennutzung im
Bereich der Achsannäherung, die aber entsprechend der Fig.1 doppelt
lohnenswert ist, weil es sich um zwei solcher Luftspaltbereiche pro Spule
handelt und andererseits im verbesserten Spulenausnutzungsgrad, wenn in
Bewegungsrichtung breite Spulenbündel verwendet werden, und daß
diese überhaupt verwendet werden können ohne Maschinenflächeneinbußen
und ohne eine Verschlechterung des Spulenausnutzungsgrades.
Die erfindungsgemäßen drahtgewickelten Ausgestaltungen entfaltet
ihren Gewinn vor allem in der Anwendung einer weiteren gleichzeitig angemeldeten
Erfindung, einer speziellen Spulenwicklung. Denn bei den herkömmlichen
Luftspulen besteht das Problem, daß der Anfang des Leiters innerhalb
der Spule liegt und das Ende an ihrem Außenumfang der Spule. Hier
ist es notwendig das innenliegende Leiterende über das ganze Spulenbündel
hinweg z.B. zum axial sitzenden Kommutator zu leiten. Dies wird bisher
über den axialen Wickelkopf gemacht, der dann von dem Luftspalt ausgenommen
wird, weil sonst der gesamte Luftspalt um die Leiterdicke erweitert werden
müßte, was jedoch in beiden Fällen Verluste verursacht.
Dieses Problem hat man auch bei den hier vorgestellten, quer zur Bewegungsrichtung
ungefalteten, erfundenen Spulen, wenn man die Spuleninnenfläche ohne
Luftspalterweiterung nutzen will. Bei gefalteten Spulen besteht dieses
Problem zumeist nicht, weil diese Leiterführung in den meisten Ausführungen
im Faltbereich stattfinden kann. Durch die gleichzeitig mit dieser eingereichten
Patentanmeldung "Luftspule II", wird dieses Problem auf elegante
Weise auch für die ungefalteten Spulen gelöst, indem jeder Spule
aus zwei Spulen halber Länge, die deckungsgleich aber entgegengesetzt
gewickelt sind, zusammengesetzt wird, wobei die Leiteranfänge innerhalb
der beiden Spulenteile miteinander verbunden werden, so daß für
die zusammengesetzte und vorteilhafter weise zusammengeklebte Spule, Stromein-
und Stromausgang am Umfang der Spule zugänglich sind.
Das Verfahren der Wicklung der, quer zur Bewegungsrichtung, ungefalteten
Spulen mit Leiterdraht wird mit einem speziellen Wickeldorn vorgenommen,
der einerseits die Spule in axialer Richtung des Wickeldornes beidseitig
begrenzt und andererseits in dieser Begrenzung Löcher aufweist, in
die die Wickelpfosten oder Wickelstifte während des Wickelvorganges
eingesetzt werden oder von außen durchgeschoben werden, wobei die
Löcher in den beiden axial gegenüberliegenden Spulenbegrenzungen
des Dornes deckungsgleich ausgeführt sind. So sind im Falle der kreissegmentförmigen
Spulen, am Anfang des Wickelvorganges drei Pfosten im Zentrum der Spule
fest eingebaut oder ein Körper mit dreieckförmiger Schnittfläche
ist zwischen den Begrenzungen vorhanden. Während des Wickelvorganges
werden die Pfosten lagenweise vom Innenbereich der Spule zum Außenbereich
axial eingesetzt oder eingeschoben. Soll die Spule freitragend sein, wird
sie durch Erhitzen anschließend verfestigt (verbacken) oder sie
wird vergossen.
Der gleiche Wickelvorgang wird, in einer Ausgestaltung dieses Herstellungsverfahrens,
auf einem separaten Wickelkörper, auf dem Dorn sitzend, vorgenommen,
der die gleichen Löcher aufweist für die Stifte, wie die axialen
Spulenbegrenzungen des Dornes, wobei die Stifte in diesem Fall nach der
Wicklung vorzugsweise in der Wicklung bleiben. Um die fertige Spule oder
die Spule samt Wickelkörper zu entnehmen, ist die eine axiale Spulenbegrenzung
des Dornes abnehmbar.
Der Wickelvorgang für eine Spule, die nur einen umfangsseitigen Abschnitt
der Kreissegmentform belegt, wird im Unterschied zur kreissegmentförmigen
Spule mit 4 Stiften pro Spulenbündellage vorgenommen. Auch mehr Stifte
pro Lage sind in einer anderen Ausgestaltung ausgeführt, um beispielsweise
den umfangsseitigen Kreisbogen zu gestalten.
Die gleichen Wicklungsverfahren können angewendet werden für
die quer zur Bewegungsrichtung gefalteten Spulen mit z.B. beidseitiger
Achsannäherung, in dem die Spulen aufgeklappt in einer Ebene auf
einem rautenförmigen Wickelgrundkörper gewickelt und anschließend
in die Endform gefaltet und gepreßt werden.
Die drahtgewickelten Spulen bieten durch die Löcher, wo beim Wickelvorgang
die Stifte platziert waren, die Möglichkeit der effektiven Kühlung,
in dem durch die Löcher Kühlmittel während des Betriebes
geleitet werden kann, so daß größere Stromdichten erreicht
werden können.
Figuren
Sie zeigen in
Fig.1 vergleichsweise in der linken Hälfte herkömmliche und
in der rechten Hälfte erfindungsgemäße kreissegmentförmige
Spulen, mit ihren Polflächen, auf einer kreisförmigen Maschinenfläche
angeordnet; und in
Fig.2 einen axialen Querschnitt durch einen Wickelkörper eines Wickeldornes,
mit fertig gewickelter kreissegmentförmiger Spule, und in
Fig. 3 eine Lage einer zweilagigen Leiterplattenwicklung bestehend, aus
kreissegmentförmigen Spulen mit effizienter Maschinenflächennutzung;
und in
Fig. 4 vergleichsweise in der linken Hälfte herkömmliche und
in der rechten Hälfte erfindungsgemäße Spulenabschnitte
von gebogenen und/oder gefalteten Spulen, die sich der Achse nähern.

Fig.1: Zeigt verschiedene kreissegmentförmige Spulen für Axialfeldbereiche
und eine Nutzung über den vollen Segmentwinkelbereich g, die kreisförmig
als Teil einer Scheibenwicklung angeordnet sind. Zum Vergleich der Flächennutzung
sind herkömmlich gewickelte Spulen 1 auf der linken Kreishälfte
und deren Polfläche 13 zusammen mit der erfundenen gewickelten Spule
3 und deren Polfläche 10 auf der rechten Kreisfläche angeordnet.
Bei den herkömmlichen Spulen sind die großen ungenutzten Bereiche
7, 8 der Polfläche gut sichtbar, wobei die Leiter in diesen Bereichen
bogenförmig oder in Bewegungsrichtung verlaufen und damit, selbst,
wenn die Pole diese gesamte Spulenfläche abdecken, eine geringe Wirksamkeit
aufweisen. Denn ihre maximal wirksame Länge im achsnahen Bereich
ist begrenzt und wird nur in einem Punkt der Maschinendrehung (entlang
des Radius R1)wirksam und im Umfangsbereich nur im Bereich der in Bewegungsrichtung
verlaufenden geraden Leiter (Winkel a). Hingegen bei den erfindungsgemäßen
Spulen 3, verlaufen die Leiter in den Ecken der Kreissegmentform im wesentlichen
weiter gerade und sind damit hochwirksam, wobei die Kreissegmente der
Maschinenfläche in den Ecken voll genutzt werden, so wie auch die
maximal möglichen Polflächen bis hin in den achsnächsten
Bereich.
Weiterhin ist eine Wirksamkeitsberechnung (z.B. Spannungserzeugung im
Generatorbetrieb) für die Spulenseiten des äußeren Spulenbündels
eingezeichnet. Der Gewinn an wirksamer Leiterlänge ist im achsnahen
Bereich zwar größer als im Umfangsbereich, dafür sind
die Umfangsgeschwindigkeiten dort größer, so dass hier auch
nur kurze Gewinne von wirksamen Leiterlängen eine wesentliche Steigerung
der Effizienz der Maschine zur Folge haben.
So liefert beispielsweise beim äußeren Spulenbündel 31 der
Spule 3 der herkömmlich genutzte Polbereich 13 (bzw. Maschinenflächenbereich)
58,3% der Spannung, wohin gegen der erfindungsgemäße Spulenaufbau
zur Folge hat, dass im relativ langen Leitergewinn des achsnahen Bereiches
19,76% und im relativ kurzen Leitergewinn des Umfangsbereiches 21,94% der
Gesamtspannung dieses Spulenstranges erzeugt werden, und dies über
die volle Polweite. Dies entspricht vergleichsweise einem Spannungsgewinn
von 70% gegenüber dem entsprechenden äußeren Spulenbündel
der herkömmlichen Spule 1 mit der Polfläche 13. Der Spulenausnutzungsgrad
der herkömmlichen Spule 1 mit der Polfläche 13 beträgt x
Sp= 0,42 und bei Verwendung der Polfläche
14 aus Fig.4 x Sp=
0,59. Der Spulenausnutzungsgrad steigert sich erheblich durch die Verwendung
der Spule 3 mit der Polfläche 10 zu x
Sp= 0,74. Hinzu kommt, dass wesentlich mehr Maschinenfläche
und Polfläche auf effizientere Weise genutzt wird. Werden die Spulen
1 und 3 spulenbündelweise verglichen, ergibt dies, dass das äußere
Spulenbündel, welches bei der Spule 3 (Spulenbündel 32) bis zum
achsnahen Bereich reicht und welches bei der Spule 1 einen weiten Bogen
außerhalb der Polflächen vollzieht, bei der Spule 3 eine 2,31
mal so große Leistung ergibt wie bei der Spule 1. Das zweite Spulenbündel,
welches als nächstes daran anschließend innen liegt, erreicht
bei der Spule 3 (Spulenbündel 32) noch eine 1,78-fache Leistung gegenüber
dem gleichen Spulenbündel der Spule 1.
Das dritte Spulenbündel (33 bei Spule 3), welches dann als nächstes
daran anschließend innen liegt, ist bei beiden Spulen 1 und 3 gleich,
so dass es bei beiden eine gleich große Leistung erbringt.
Insgesamt hat die Spule 3 eine ca. 1,65-fach größere Leistung
als Spule 1, wobei 1,9 mal so viel Polfläche bei gleicher Maschinenfläche
belegt wird und 1,57 mal so viel Leiter innerhalb der gleichen Maschinenfläche
genutzt wird. Bei der Spule 4, die ein viertes Spulenbündel im Zentrum
nutzt, steigt die Leistungsamplitude noch einmal um 21,4% gegenüber
der von Spule 1 in diesem Spulenweitenbereich, so dass sich bei Spule
4 eine 1,84-fache Leistungsamplitude einstellt, ohne dass zusätzliche
Polfläche verwendet werden muss.
Außerdem wird in Fig.1 eine Ausgestaltung der Erfindung mit der
Spule 11 gezeigt. Die Verbesserungen treffen hier in abgeschwächter
Form zu.
Einfachheitshalber sind die Lagen der Spulen 3 und 11 hier, sowie auch in
den anderen Figuren, nicht spiralförmig gezeichnet, sondern konzentrisch.
Fig.2: Zeigt einen Querschnitt durch die Spulenhalterung eines Wickeldornes
16, zwischen einer fertig gewickelten Spule 3 und Halterungsrahmen, der
als axiale Spulenbegrenzung wirkt und abnehmbar ausgeführt ist (hier
nicht sichtbar), wobei der Betrachter in axialer Richtung des Wickeldornes
blickt. Hier sind die Stifte 17 der Wickelvorrichtung gut sichtbar, um
die die Spulen mit jeweils mehreren axialen Lagen gewickelt sind, wobei
der andere Halterungsrahmen 19 sichtbar ist.
Fig. 3
Fig.3: Zeigt beispielhaft erfindungsgemäße flächenförmige
Spulen 6, die durch ausstanzen, ätzen oder ausfräsen entstanden
sein könnten, für eine zweilagige Wicklung, wobei hier nur die
obere Lage sichtbar ist. Die andere Spulenlage ist ähnlich aufgebaut,
wobei zwischen den Lagen Durchkontaktierungen 7 bestehen. Gut sichtbar
ist hier die Vollausnutzung der Ecken der kreissegmentförmigen Maschinen-
und Polflächen (ähnlich wie Polfläche 10 in Bild 1) im
Umfangsbereich und in Achsnähe. Hier wird für jeden einzelnen
Leiter das Optimum gemäß der Aufgabe der Erfindung erreicht.
Bei einer anderen Ausführung als Wicklung eines Elektronikmotors,
ist es vorteilhaft, um keine Spulenfläche zu verschenken, nötige
Magnetfeldsensoren außerhalb des Spulenbereiches umfangsseitig anzubringen,
die dort das Streufeld sensieren.
Fig. 4
Fig.4: zeigt in ähnlicher Weise wie Fig.1 einen Vergleich von Spulenbereichen,
die sich der Achse nähern, zwischen herkömmlich gefalteten Spulen
23 und der erfindungsgemäßen Spule 21. Hier ist der Gewinn
ausschließlich im achsnahen Bereich der Spulenwindungen und in der
Maschinenflächennutzung zu sehen. Zum Beispiel liefert das äußere
Spulenbündel des dargestellten Spulenabschnittes der Spule 21 im
gewonnenen axialen Bereich ca. 20% seiner Leistung und das entspricht
einem Spannungszuwachs von ca. 25% gegenüber dem gleichen Spulenbündel
der Spule 22 mit der Polform 14. Der Spulenausnutzungsgrad des dargestellten
Spulenabschnittes der Spule 22 mit der Polfläche 14 liegt bei x Sp=
0,82 und bei der Spule 21 bei x Sp= 0,98.
Außerdem wird der Spulenabschnitt der Spule 20 gezeigt, für
den die Vorteile in abgeschwächter Form gelten.
Zusammenfassung
Die Patentanmeldung beinhaltet eine hochwirksame Spulengestaltung von
Flachspulen und mit Draht gewickelten Luftspulen oder Teilen davon, die
sich in, der Achse oder Welle annähernden, Luftspaltbereichen befinden,
und die Herstellung solcher drahtgewickelter Spulen. Bei den Luftspulen
ist der Leiter, gemäß den Faraday'schen Idealbedingungen für
die Energieumsetzung zwischen Leiter und Magnetfeld, ins Feld gelegt,
unter Berücksichtigung der maximalen Maschinenflächennutzung
und damit der Maximierung der Polfläche innerhalb der Maschinenfläche
und des wirksamen Leiters im Feld, womit sich die Effizienz der Maschine
beträchtlich steigert. Kern der Erfindung ist, daß die Spulenseiten
im real oder projiziert kreissegmentförmigen Flächenbereich
der Maschine im wesentlichen radial und dabei so weit wie möglich
bis zum äußersten Rand dieser Fläche gerade und im wesentlichen
radial verlaufen, und dies sowohl im Außenumfang als auch im achsnahen
Bereich.
Figur zur Zusammenfassung: Fig.1
Patentansprüche
1. Luftspule (3), für rotierende elektrische Maschinen, deren Spulenseiten
im Luftspalt sich mindestens einseitig der Achse oder Welle nähern
und bei diesen elektrischen Maschinen sich vorzugsweise magnetische Pole
alternierend im gleichen Abstand um eine Achse (24) oder Welle (1) gruppieren,
die rechtwinklig zum Luftspalt vorzugsweise axial magnetisiert sind und
die axial den Luftspulen gegenüberliegen, die ebenfalls konzentrisch
in etwa im gleichen Abstand zur Achse angebracht sind, wie die magnetischen
Pole (10 oder 13 oder 14), und axial gesehen die magnetischen Pole im
wesentlichen die gleiche Fläche abdecken, wie die Luftspulen, die
vom Magnetfeld der Pole durchdrungen werden, und die magnetischen Pole
relativ zu den Spulen (3) rotieren, und jede Luftspule bei maximaler Energieumsetzung
gleichzeitig im Wirkungsbereich beider, mindestens einseitig von der Spule
angebrachter, entgegengesetzter magnetischer Pole verläuft, sie als
ganze Spule oder Spulenteil in Kreissegmentform, Dreiecksform oder eines
Abschnittes davon, als Einzelspule oder als Spule innerhalb einer wellenförmigen
oder meanderförmigen Wicklung ausgeführt ist, wobei die Spulenseiten
im sich der Achse oder Welle annäherndem Bereich, im wesentlichen
radial oder radial projiziert verlaufen,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Luftspule (3) so ausgeführt ist, daß die äußeren
Spulenseiten jeder Spule, mindestens als Einzelleiter, an ihren beiden
Enden, ihren, im wesentlichen radialen oder radial projizierten, Verlauf
kontinuierlich bis zum äußeren, achsseitigen und umfangsseitigen
Randbereich oder bis zu den beiden äußeren achsseitigen Randbereichen,
der zur Verfügung stehenden Maschinenfläche oder eines Abschnittes
von ihr, fortsetzen, und sie an diesem Randbereich durch einen scharfen
Knick oder Richtungswechsel in Leiter übergehen, die jeweils zwei
Spulenseiten miteinander verbinden und die im wesentlichen in Bewegungsrichtung
verlaufen, und/oder die Spulenseiten im Achsbereich einen sehr scharfen
Knick oder eine enge Kurve vollziehen und danach direkt im wesentlichen
auf einen anderen Radius oder auf einer Projektion von diesem verlaufen,
der bei maximaler Energieumsetzung im Wirkbereich des entgegengesetzten
Poles (10 oder 13 oder 14) liegt, und die in Umfangsrichtung, benachbart
liegenden Spulenseiten der Spule in ähnlicher Weise verlaufen, so
weit die sie umgebenden Spulenseiten oder axialen Spulenseitenbündel
das zulassen und die Grenze für deren Ausdehnung bilden.
2. Luftspule, für rotierende elektrische Maschinen, nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spule als Einzelspule aus Draht
gewickelt oder Teil einer meanderförmigen oder wellenförmigen
Drahtwicklung ist.
3. Luftspule, für rotierende elektrische Maschinen, nach einem der
Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß von der Spule
mehrere axiale Spulenlagen, als Spulenbündel, schichtweise die maximale
radiale Ausdehnung vollziehen, und die Leiter aus rundem, flachem oder
eckigem Spulendraht bestehen.
4. Luftspule, für rotierende elektrische Maschinen, nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spule als Flachspule eine spiralförmige
Einzelspule (6) oder Teil einer meanderförmigen oder wellenförmigen
Flachwicklung ist, und die Flachspulen oder
-wicklungen durch Fräsen, Ausstanzen oder Ätzen (galvanisch)
hergestellt sind.
5. Luftspule, für rotierende elektrische Maschinen nach Anspruch
4, dadurch gekennzeichnet, daß jeder einzelne Leiter einer Flachspule
(6) die maximale radiale Ausdehnung vollzieht, und vorzugsweise die Spulenfläche
oder mindestens ein Abschnitt davon, geschnitten in Bewegungsrichtung,
im wesentlichen mit Leiter ausgefüllt sind.
6. Herstellungsverfahren zum Wickeln von Luftspulen aus Leiterdraht,
für rotierende elektrische Maschinen, nach einem der Ansprüche
1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Spule auf einen Wickeldorn
(16) gewickelt wird, dessen Wickelgrundkörper eine kreissegmentförmige
oder kreissegmentabschnittsförmige oder rautenförmige Querschnittsfläche
im Radialschnitt hat oder Stifte (17), die so angeordnet sind, daß
sie beim Wickelvorgang eine solche Querschnittsfläche in der Mitte
der Spule freihalten, und dieser Wickelgrundkörper des Dornes von
zwei axial zueinander versetzten Körpern (19), vorzugsweise in Plattenform,
begrenzt ist, die über dessen Querschnittsfläche hinaus ragen,
und einen Wickelraum begrenzen zur Aufnahme der zu wickelnden Spule oder
eines entnehmbaren Wickelkörpers als Träger für die zu
wickelnde Spule, wobei die bevorzugt plattenförmigen Begrenzungen
(19), sowie auch der entnehmbare Wickelkörper, wenn er verwendet
wird, axial deckungsgleich sind und Löcher aufweisen, in die beim
Wickelvorgang lagenweise vom Innenbereich der Spule zum Außenbereich
dieser, Wickelstifte oder -pfosten (17) axial eingesetzt oder durchgeschoben
werden, um die ein oder mehrere Spulenlagen gewickelt werden, bevor wieder
eine Lage Stifte in die Ecken der nächst größeren kreissegmentförmigen
Spulenfläche eingesetzt oder eingeschoben werden, wobei die Leiter,
die die radialen Kanten der Segmentflächen, oder deren Projektion,
bilden, und zu verschiedenen Leiterlagen gehören, durch den Versatz
der Wickelpfosten (17) der verschiedener Lagen, gerade verlaufen und parallel
versetzt zueinander liegen.
7. Herstellungsverfahren zum Wickeln von Luftspulen aus Leiterdraht,
für rotierende elektrische Maschinen, nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Spule (3) oder (11) direkt auf dem Dorn oder nachdem sie
vorfixiert ist und vom Dorn, durch Abnehmen einer Begrenzung (19), entfernt
wurde, zu einer selbsttragenden Spule verbacken wird oder sie vergossen
wird.
8. Herstellungsverfahren zum Wickeln von Luftspulen aus Leiterdraht,
für rotierende elektrische Maschinen, nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Spule z.B. (3,11,20 oder 21) auf dem Dorn vorfixiert wird,
vom Dorn, durch Abnehmen einer Begrenzung (19), genommen wird, und anschließend
durch eine formgebende Einrichtung dem, in und/oder quer zur Bewegungsrichtung,
gebogenen oder gefalteten Luftspalt entsprechend in Form gebracht wird,
und sie anschließend die Endfixierung vorzugsweise durch verbacken
erhält oder sie vergossen wird.
|
 |